Ortsteil Zeilhofen

Zur ehemaligen Gemeinde Zeilhofen gehören auch Oberdorfen und Esterndorf. Die Glanzzeit des Ortes liegt in der Barockzeit. Was für Dorfen die florierende Marienwallfahrt war, brachte für Zeilhofen im kleineren Rahmen die Wallfahrt zum heiligen Antonius. Das alte Schloss und das Franziskanerkloster Zeilhofen fielen 1803 der Säkularisation zum Opfer. Bedeutend war darüber hinaus Oberdorfen, größter Ort in der Gemeinde und Verwaltungssitz, bis 1813 Pfarrstelle für den Markt Dorfen und 13 umliegende Filialkirchen. Der prachtvolle Pfarrhof am Fuße des Kirchbergs kündet noch von dieser Zeit. In Oberdorfen lebten mit Lehrer Bernhard Zöpf und Pfarrer Josef Gammel zwei der wichtigsten Heimatforscher des Erdinger Landes. Die vorwiegend landwirtschaftlich strukturiete Gemeinde verfügte neben diversen Handwerksbetrieben über fünf Gasthäuser und drei Isenmühlen in Esterndorf, Anning und Oberdorfen. Zeilhofen wollte unter seinem Bürgermeister Karl Huber lange nicht seine Eigenständigkeit aufgeben. 1978 fand dann doch der Zusammenschluss mit Dorfen statt. Die Oberdorfener Hangsiedlung ist nach Karl Huber benannt.

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